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Das
Hymenium befindet sich als Schicht auf einer oberflächenvergrößernden
Struktur, die sehr verschiedenartig sein kann. Pilze, deren
Fruchtkörper Hüte ausbilden, tragen diese Strukturen auf der
Unterseite der Hüte. Wie immer diese Struktur aussieht, sie wird stets
"Hymenophor" genannt.
Schauen
wir uns hier einmal vier verschiedene Ordnungen der Ständerpilze (Basidiomycetes)
an:
Oben
links: Die Klassiker mit den Lamellen, die Blätterpilzartigen (Agaricales).
Sie heißen Blätterpilze, weil man die Lamellen auch Blätter nennt. Oben
rechts: Sehr vertraut sind uns auch die Röhrenpilzartigen (Boletales).
Sie haben unter dem Hut ein Röhrenfutter, das stark an einen Schwamm
erinnert. Unten
links: Viele verschiedene Strukturen des Hymenophors gibt es innerhalb
der Ordnung der Nichtblätterpilzartigen (Aphyllophorales). Hier sind es
Stacheln, doch es können auch Leisten, Runzeln oder andere Strukturen
sein. Unten
rechts: Bisweilen ganz feine Poren weisen die Porenpilzartigen (Polyporales)
auf. So fein können sie sein, dass man eine glatte Schicht zu sehen
glaubt. Bei
der Betrachtung des Hymenophors stellen sich die Weichen für die
Bestimmung. Daher immer als erstes einem Fruchtkörper unter den Hut
schauen! |