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Pilze
lassen sich im Aufbau durchaus mit Blütenpflanzen vergleichen. Schauen
wir uns einmal einen Apfelbaum an. Seine Krone besteht aus einem weit
verzweigten Astwerk, an dessen Enden die Früchte, die Äpfel,
heranreifen. Schneidet man einen Apfel auf, stößt man auf die Kerne.
Diese sind die Samen des Apfelbaums, wie jedes Kind weiß.
Pilze
sind ähnlich aufgebaut. Denn das eigentliche "Pilzgewächs"
ist ebenfalls ein weit verzweigtes Geflecht, dem Astwerk eines Baumes
nicht unähnlich. Es kann auch viele Jahre leben und wachsen, genau wie
ein Baum. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass das Pilzgeflecht
nicht über der Erde, sondern unterirdisch lebt. Es kann solch riesige
Ausmaße erreichen, die kein Baum auf Erden jemals erreichen wird.
Auch
der unterirdisch lebende Pilz bildet Früchte. Sie bilden sich aus
Verdichtungen des Geflechts und ragen über den Boden hinaus. Diese
Fruchtkörper sind es, die wir gemeinhin als "Pilze"
bezeichnen und beim "Pilzesammeln" ernten.
Diese
Fruchtkörper beinhalten, wie bei den Äpfeln, die
Fortpflanzungselemente des Pilzes. Sie heißen jedoch nicht Samen,
sondern Sporen, und sie sind mikroskopisch klein. Mit ihrer Hilfe sind
Pilze in der Lage, sich zu vermehren.
Dies
ist etwas, woran man immer denken sollte, wenn man Pilze sammelt: Wir
sammeln keine separaten, eigenständigen Gewächse, sondern wir ernten
bloß deren Früchte.
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