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APV-Exkursion am
20.
Januar
2007
Vor Sturm geschützt im Arensbergkrater bei Zilsdorf.
Die
kleinen Vorschaubildchen können durch Anklicken vergrößert betrachtet werden.
Um danach auf diese Seite zurück zu gelangen, drücken Sie bitte die
Zurück-Schaltfläche ihres Internet-Programms. Fotos: Panorama, 1, 6, und 9 (c) PilzTom,
alle übrigen (c) Heinz Ebert.
Im
Arensbergkrater

Windstill war's im Krater, doch außerhalb blies der Sturm und zerstörte um ein
Haar Toms Exemplar der Tintling-Kalender 2007, die Heinz heute unter den
APV-Mitgliedern verteilte. Pilze fanden wir auch ein paar, doch was genau war
das, was dort wuchs?
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Bild
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Name
Deutsch
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Name
Lateinisch
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Bemerkungen
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1-5
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Dunkelstieliger Mooshäubling
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Galerina atkinsoniana |
Makroskopisch waren 18 Lamellen zu zählen mit jeweils einer Lamellette.
Mikroskopisch waren 2-sporige Basidien festzustellen, die Sporen maßen
11-12,5 x 5-6 µm. Die Art gehört zum Formenkreis um G. vittiformis. |
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6-8
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Mooshäubling
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Galerina hypnorum |
Makroskopisch waren 16 Lamellen zu
zählen mit jeweils 1 Lamellette. Die Basidien viersporig, Sporen 11,5-13 x
6-7 µm. Die Fk. waren außergewöhnlich groß (über 1 cm), und gaben daher
Anlass zu Zweifel, aber die mikroskopische Untersuchung ergab "Hypnorum",
die nach Brotteig schmeckt (ob nur diese Art?). |
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Bild
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Name
Deutsch
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Name
Lateinisch
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Bemerkungen
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9-11
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Breitgerieftes Graublatt
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Lyophyllum cessans |
Ein "Nabeling" war es schließlich, der nach dieser Exkursion die meiste
Arbeit und die meisten Zweifel verursachte. Nach mikroskopischer
Untersuchung blieb zunächst scheinbar nur noch Omphalina, und zwar cf. O.
cyathella. Auch die Beschreibung in der Schweizerischen Zeitschrift für
Pilzkunde "passte" irgendwie. Was nicht beschrieben war, sind ausgeprägte
Anastomosen, und auch die Ökologie war "unpassend". Daher blieb es
zunächst bei cf. (conferre = vergleiche) Omphalina cyathella.
Der Bestimmungsfehler war das Festbeißen in die Gattung Omphalina! Erhard
Ludwig wies per E-Mail darauf hin, dass Lyophyllum cessans (Karst.)Sing.
sehr ähnlich sei und ausgeprägte Anasthomosen hat. Dieser Tipp war gut!
Die Merkmale unseres Fundes passen viel besser auf diese Art, auch wenn
sie hier nicht auf Nadelstreu von Fichte oder Tanne wuchs, sondern auf
Laubstreu.
Die "siderophile Granulation" hat Heinz vor Jahren mal ausprobiert, aber
er sagt selber, dass er Pilze viel lieber mit Butter kocht, als mit
Ammoniak (oder 3-prozentiger Kalilauge), rostigen Nägeln und Chloralhydrat.
Dieser chemische Test wurde also nicht durchgeführt. Das hätte sicher
schnell zu Lyophyllum geführt, aber wenn man sich schon auf Omphalina
festgelegt hat ...
Aber auch über diese Art kann man sich freuen, ist sie doch der erste
Nachweis für unser Bundesland Rheinland-Pfalz, und im Atlas von
Krieglsteiner gibt's nur 5 Punkte. Wir werden den Standort weiter
beobachten. |
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12
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Weißlicher Drüsling
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Exidia thuretiana |
Verglichen mit den anderen Funden nichts besonderes. |
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13
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Gelboliver Nabeling |
Omphalina grossula |
(kein Foto); ein einziger Fk. auf Rinde von Salix. Beleg vorhanden. Die
Art wurde erstmals in den 80-er Jahren als Camarophyllus grossulus in der
Eifel festgestellt, wurde später durch die niederländischen Mykologen in
die Gattung Hygrocybe transferiert, und im Kompendium von E. Ludwig gehört
sie (makro- und mikroskopisch nachvollziehbar) zur Gattung Omphalina. |
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