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Arbeitsgemeinschaft Pilzkunde Vulkaneifel

Eine Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Mykologie

APV – Exkursion 7/2005

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APV-Exkursion am 16. Juli 2005

 

(von Heinz Ebert)

 

Die kleinen Vorschaubildchen können durch Anklicken vergrößert betrachtet werden. Um danach auf diese Seite zurück zu gelangen, drücken Sie bitte die Zurück-Schaltfläche ihres Internet-Programms. Alle Fotos (c) Olaf Gruppe

 

 

Exkursion zum NSG Mürmes am 16.07.05, MTB 5807/1

Was wir eigentlich (wieder-) finden wollten, nämlich der Moor-Hallimasch, ist uns leider nicht begegnet. Vielleicht haben wir auch nicht richtig oder nicht intensiv genug gesucht. Das Gebiet ist immerhin 42 Hektar groß. Vielleicht waren wir aber auch nur zu spät dran, der letzte Fund dieser Art, der im Pilzkompendium dokumentiert ist, stammt vom 30.06.1989, also rund drei Wochen früher. Aber die Pilze kennen doch keinen Kalende! Nun gut, wir werden im nächsten Jahr mal früher suchen.

Für fast alle Exkursionsteilnehmer war die „Erfahrung Schwingrasen“ neu. Die anfängliche Angst vor dem Versinken wich nach und nach einer allgemeinen Begeisterung über die paradiesische Schönheit des Moores. Bald hatten alle gelernt, durch vorsichtiges Voran-Fühl-Schreiten die nicht-tragenden Stellen des Schwingrasens zu erkennen und niemand ist uns verlorengegangen.

Die das Moor umgebenden Weidengebüsche wurden diesmal nicht abgesucht, obwohl wir wissen, dass auch dort seltene Arten zu finden sind. Wir beschränkten uns auf die offene Moorfläche und fanden einige Saftlinge (Hygrocybe turunda, H. lepida), den Postament-Helmling (Mycena bulbosa, Bild 1) auf Stengel von Simse, den Torfmoos-Schwefelkopf (Hypholoma elongatum), den Bereiften Häubling (Galerina tibiicystis), das Sumpf-Graublatt (Lyophyllum palustre) und schließlich den Moor-Nabeling (Omphalina oniscus, Bild 2).

Doch auch seltene Blütenpflanzen konnten wir bewundern. Der Dreiblättrige Fieberklee (Menyanthes trifoliata, Bild 3) hatte leider nicht mehr seine wunderschönen Blüten (man suche im März/April). Das Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris) war fast verblüht. In voller Blüte dagegen standen zwei fleischfressende (carnivore) Pflanzen: der Rundblättrige Sonnentau, Bild 4, mit weißen Blüten, der auf dem Schwingrasen in Tausenden von Exemplaren wuchs, und der Wasserschlauch, Bild 5, dessen gelbe Blüten aus der offenen Wasserfläche eines ehemaligen Torfstiches herausragten. Ersterer fängt winzige Fluginsekten mit den klebrigen Tröpfchen seiner Blätter, die sich um das gefangene Insekt zusammenrollen, und letzterer bildet unter Wasser regelrechte Klapp-Fallen, mit denen kleine Schwimm-Insekten gefangen und dann im Fallen-Behälter verdaut werden.

Von der Kollektion (vier Fruchtkörper) der Omphalina oniscus, die recht selten zu sein scheint, wurde ein Beleg angefertigt (HE).

 

 

Postamenthelmling-Mycena_bulbosa-Ausschnitt.jpg (26141 Byte)

Gelappter_Nabeling-Omphalina_oniscus-Ausschnitt.jpg (61745 Byte)

Dreiblattriger_Fieberklee-Menyanthes_trifoliata-Ausschnitt.jpg (68978 Byte)

Rundblattriger_Sonnentau-Drosera_rotundifolia-Ausschnitt.jpg (56625 Byte)

Wasserschlauch-Utricularia_vulgaris-Ausschnitt.jpg (80355 Byte)

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