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Arbeitsgemeinschaft Pilzkunde Vulkaneifel

Eine Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Mykologie

APV – Exkursion 4/2005

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APV-Exkursion am 16. April 2005

 

Kommen vielleicht schon die ersten Maipilze? Werden wir an Pilz-Toms Morchelstelle fündig? Gibt es außerdem noch was zu entdecken? Alle diese Fragen wollten heute beantwortet werden, und obwohl uns starker Regen kurz nach Mittag das Pilzesuchen verleidete, konnte jede einzelne dieser Fragen mit einem dicken fetten JA! beantwortet werden.

 

Die kleinen Vorschaubildchen können durch Anklicken vergrößert betrachtet werden. Um danach auf diese Seite zurück zu gelangen, drücken Sie bitte die Zurück-Schaltfläche ihres Internet-Programms. Alle Fotos (c) PilzTom

 

 

Teil 1: Um die Gerolsteiner Dolomitkalkfelsen herum

 

 

Das Absuchen des Graslandes und des Wacholdergebietes erwies sich als guter Einfall:

 

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1Mairitterling, weiße Form (Calocybe gambosa). Ob sie sich von der etwas später erscheinenden gelben Form grundlegend unterscheidet (bisher bekannter Unterschied ist wohl nur die Farbe und die leicht unterschiedliche Erscheinungszeit), das müsste genauer untersucht werden. Man müsste mal beide nebeneinander haben und beide mikroskopieren.

2Brandstellenbecherling (Anthracobia melaloma). Eine häufige Art mit sehr unterschiedlicher Färbung (blaß-gelb bis rotbraun bis blaß-braun).

3 - siehe 2

4Eine Rostpilzart (Gymnosporangium clavariiforme (=juniperinum)), die zwei mal im Jahr einen Wirtswechsel macht. Im Winter und Frühjahr geht sie auf Wacholder und wechselt dann auf Laubbaumarten (bekannt ist der Birnengitterrost). Die Wacholder-Fruchtkörper bilden genau dann ihre Sporen, wenn die jungen Blätter der Sommer-Herbst-Wirte sprossen. Es gibt wohl mehrere ähnliche Arten, daher ist die mikroskopische Überprüfung unabdingbar.

5 - siehe 4

6Ohrlöffel-Stacheling (Auriscalpium vulgare), ein bekannter Saprophyt auf Kiefernzapfen, der immer seltener wird. Er wurde noch vor 20 Jahren in Kiefern-Beständen der Eifel massenhaft festgestellt.

 

 

 

Teil 2: Am Rasbach

 

 

Hier rettete der Pilze-Börnie des Pilz-Toms Ehre:

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1 - Buckeltramete (Trametes gibbosa), häufige Art, typisch ist die Durchwachsung mit Grünalgen.

2 - Haustintling (Coprinus domesticus), Holzbewohnender Tintling, der am Substrat zottige gelbe Mycelfäden bildet, die im Bild nicht zu sehen sind, weil sie an der Unterseite des Stammes waren.

3 - Speisemorchel, Rundmorchel (Morchella esculenta), ein einziges Exemplar der in der Eifel seltenen Art konnten wir hier finden.

4 - Morchella esculenta (unser einsames Exemplar) und Morchella conica, die Spitzmorchel oder neuerdings „RiMuMo“ genannt (Abkürzung für „Rindenmulchmorchel“ - der Niedergang der deutschen Sprache naht übers Internet). Die letzteren hatte Freund Börnie aus Hessen mitgebracht.

5 - KEIN PILZ, sondern Lathraea squamaria, die Rötliche Schuppenwurz, eine blattgrünlose Schmarotzerpflanze. Sie bildet Saugwurzeln, die die Wirtspflanze (meist Laubbäume) buchstäblich anzapfen. Diese Pflanze soll erst Blüten bilden, wenn sie das Alter von 10 Jahren erreicht hat. Sie ist eine absolute Seltenheit.

 

 

 

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