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APV-Exkursion
am 19. März 2005
Das
Jahr schreitet voran, und mit dem Ansteigen der Temperaturen steigen auch unsere
Hoffnungen die ersten Frühlingspilze zu finden. Wir haben uns dazu das
Remmelbachtal bei Mürlenbach ausgesucht. Nun, wenn das Gebiet auch diesmal
seinem Ruf als Großpilz-Eldorado nicht gerecht wurde, so konnten wir dennoch
einige hochinteressante Arten finden.
Die
kleinen Vorschaubildchen können durch Anklicken vergrößert betrachtet werden.
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Zurück-Schaltfläche ihres Internet-Programms. Alle Fotos (c) PilzTom
Im
Remmelbachtal

Die
Liste der gefundenen Arten ist nicht sehr lang, aber mehr als vorzeigbar:
1
- Kätzchenstromabecherling (Ciboria caucus) auf
vorjährigen männlichen Erlenkätzchen. Auch
die kleinere
Ciboria
viridifusca auf
weiblichen
Erlenkätzchen wurde gefunden.
2
- Gelbes Knopfbecherchen
(Orbilia xanthostigma)
3
- Gelbes Knopfbecherchen
(Orbilia xanthostigma)
4
- Vielgestaltige Kohlenbeere (Hypoxylon
multiforme)
5
- Orangefarbenes
Brennnesselbecherchen (Calloria neglecta = Callorina fusarioides) auf
vorjährigen Brennesselstängeln.
6
- Gestreifter Teuerling (Cyathus
striatus)
7
- auf liegendem Eichenstück,
drei Arten:
Großsporiger Grünspanbecherling (Chlorociboria
aeruginosa), eine bisher im Gebiet nie gefundene Art!
Schneeweißes Haarbecherchen
(Dasyscyphella nivea)
Aschgraues Weichbecherchen
(Mollisia cinerea),
im Bild nicht sichtbar
8
- Großsporiger Grünspanbecherling (Chlorociboria aeruginosa), dazu
näheres: Es
gibt zwei solcher „Grünspanbecherlinge“,
nämlich
C. aeruginosa und C. aeruginascens, die mikroskopisch leicht zu unterscheiden
sind. Im Gebiet wurde schon oft die häufige
Chlorociboria
aeruginascens nachgewiesen, deren Sporen etwa 9-10 x 2 µm messen. Die Sporen
unserer Kollektion maßen jedoch etwa
15 x 3 µm, waren also wesentlich größer. Auch die anderen Mikromerkmale
stimmen eindeutig überein mit der sehr selten nachge-
wiesenen C. aeruginosa.
9 - Rotpustelpilz (Nectria
cinnabarina),
hier im Konidienstadium und im Reifestadium
10
- Fichtenzapfen-Nagelschwamm
(Strobilurus esculentus). Der
Artname esculentus bedeutet essbar, man muss aber viele
Fruchtkörper
sammeln, um eine Mahlzeit zusammen zu bekommen. Es gibt zwei sehr ähnliche
Arten auf Kiefernzapfen.
11
- kein
Pilz, sondern eine Makro-Aufnahme von der weiblichen
Blüte des Haselstrauches. Daraus wird
also mal eine
Haselnuss.
12
- und die männliche
Haselblüte, in der Eifel auch "Bählämmesjen"
genannt
13
- „Spechtschmiede“
nennt
man Astgabeln oder Höhlungen, in die der Specht eine Haselnuss oder andere Früchte
festklemmt, um
ihre
harte Schale aufzuhämmern, und so an die Frucht kommt. Weitere am Boden
liegende Nussschalen zeigten uns, dass in dieser
„Werkstatt“
fleißig gearbeitet worden war.
Weitere
Bilder und Pilze sind noch in Bearbeitung.
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